Schöne weiße Zähne – kein Luxus sondern ein Stück Lebensqualität

In unseren Medien sehen wir immer wieder schöne, attraktive und erfolgreiche Menschen. Diese haben immer eines gemeinsam. Schöne weiße Zähne. Es wird unterschätzt wie sich die Zähne auf das gesamte Erscheinungsbild auswirken. Sind die Zähne dunkel, beeinträchtigt dies die Erscheinung negativ. Dabei ist es in den meisten Fällen einfach etwas an der Zahnfarbe zu ändern. Und Hand aufs Herz, wünscht sich nicht jeder helle attraktive Zähne? Das Aufhellen der Zähne muss gar nicht teuer sein. Natürlich kann man auch aufwändig die Zahnform und Zahnfarbe mit Veneers ändern. Diese Lösung ist eine sehr hochwertige Methode die Zahnfarbe langfristig zu ändern. Aus der Sicht der Kosten ist man bei dieser Methode jedoch schnell im fünfstelligen Bereich, so dass viele, die sich hellere Zähne wünschen, vor dieser Methode zurückschrecken werden. Eine gute und kostengünstigere Möglichkeit ist das Bleichen der Zähne oder wie man in Fachkreisen sagt, das Bleaching. Hierbei werden mit bestimmten Stoffen die Farbpigmente in den Zähnen neutralisiert. Die Zähne werden heller und weißer. Diese verwendeten Stoffe sind meistens Wasserstoffperoxyd oder Carbamid Peroxyd, welches wiederum zu Wasserstoffperoxyd und Harnstoff zerfällt. Die Entfärbung findet also auch hier durch Wasserstoffperoxyd statt, welches auch von Frisören beim blondieren der Zähne verwendet wird. Das Mittel dringt in die äußeren Schichten des Zahnschmelzes ein und entfärbt die Farbpigmente. Dadurch werden die Zähne heller und weißer. Beschleunigen kann man den Bleichvorgang mit starkem Licht oder wärme, daher werden oftmals Systeme verwendet, die mit einer Bleachinglampe beschleunigt werden. Um Zähne zu bleichen, muss entschieden werden, welche Bleichmethode zum Einsatz kommt. Verfärbungen können verschiedene Ursachen haben, und so unterschiedlich die Ursachen sind, so verschieden sind auch die Methoden wie die Zähne aufgehellt werden. Alle Methoden haben die Gemeinsamkeit, dass die Bleichwirkung immer durch Wasserstoffperoxyd erreicht wird. So gibt es das „In Office Bleaching“, welches grundsätzlich in der Praxis durchgeführt wird. Es gibt „Home Bleaching“ welches zu Hause durchgeführt wird, aber durch die Zahnarztpraxis geleitet und kontrolliert wird, und letztendlich das „Endobleaching“ welches zum Einsatz kommt wenn sich die wurzelkanalbehandelten Zähne verfärben. Insgesamt ist das Bleaching heute eine sichere und gut funktionierende Möglichkeit die Zähne von Verfärbungen zu befreien. Absolut notwendig ist es, vor einer Bleichtherapie eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen, um einen einheitlichen Bleicheffekt zu erreichen. An Stellen wo sich Beläge befinden, kann das Wasserstoffperoxyd nicht richtig in den Schmelz eindringen, und auf diese Weise bilden sich Schatten auf den Zähnen, die dann wiederum schwer auszugleichen sind. Der Zahnbelag wirkt in diesem Falle wie eine Abdeckung des Zahnes die das Einwirken des Bleichmittels verhindert.

Für ein attraktives Aussehen, sind helle schöne Zähne unverzichtbar. Dies können wir täglich in den Medien sehen. Veneers können die Attraktivität der Zähne langfristig erhöhen, sind aber teuer und aufwändig in der Herstellung. Eine gute und auch günstigere Alternative stellt das Bleichen der Zähne dar. Je nach Herkunft der der Verfärbung bedarf es verschiedener Methoden um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Dies kann dann bei entsprechender Lebensweise bis zu 2-3 Jahre halten und kann bei vielen Systemen auch nach dieser Zeit aufgefrischt werden, so dass ein gutes Langzeitergebnis erreicht werden kann.

Zähne auf Reisen

Es ist wieder Sommer, die Ferien stehen vor der Tür und viele bereiten sich auf den Urlaub vor. Wer denkt da schon an Zähne. Kommt es aber zu Zahnschmerzen kann der wohlverdiente Urlaub schnell zum Alptraum werden. Wer in ein Hotel fährt genießt ein eigenes Bad im Zimmer und kann seine Zahnpflege wie gewohnt durchführen. Doch auch auf Kurzreisen oder Treckingtouren, wo es auf möglichst wenig und leichtes Gepäck ankommt, ist es wichtig seine Zahnpflege nicht zu vernachlässigen. Ich möchte Ihnen hier ein paar Tipps mit auf die Reise geben, um möglichst gut über die Runden zu kommen.

Seit Anfang 2004 können gesetzlich Krankenversicherte auch jenseits der Notfallversorgung Ärzte und Zahnärzte innerhalb der Europäischen Union (EU) in Anspruch nehmen. Das gilt natürlich auch für Behandlungen in den mittel- und osteuropäischen Ländern, die zum 1. Mai der EU beigetreten sind. In diesem Zusammenhang werden Patienten vermehrt mit Angeboten konfrontiert, die Kostenvorteile bei Zahnersatzbehandlungen im Ausland versprechen. Bei der Entscheidung über eine solche Behandlung müssen aber einige wichtige Punkte berücksichtigt werden.

Hat man gar keine Möglichkeiten Zahnpflege zu betreiben, sollte man den Mund nach jedem Essen gründlich mit Mineralwasser, Leitungswasser oder ungesüßtem Tee ausspülen. Zuckerhaltige Getränke und Speisen sind in diesem Zeitraum zu meiden, da die Bakterien zum Stoffwechsel Zucker benötigen. Wichtig ist es in diesem Fall nach dem Ausspülen zuckerfreien Kaugummi zu kauen. Dies regt den Speichelfluss an, was die Zähne mit wichtigen Mineralien versorgt, und reinigt die Zähne auch mechanisch. Am besten eignet sich Kaugummi mit dem Zuckeraustauschstoff Xylitol, da dieses von den Bakterien nicht verarbeitet werden kann. Wenn möglich sollte man sich in der Apotheke oder einer Drogerie ein Reise-Zahnpflegeset kaufen. Meistens enthalten diese Sets eine klappbare Zahnbürste, eine kleine Tube Zahncreme, eine Zahnseidenrolle und Interdentalbürstchen. Diese Sets sind sehr klein verpackt und man kann damit überall eine Zahnpflege wie Zuhause betreiben. Da sich diese Sets praktisch in der Tasche verstauen lassen, kann man sich in Rasthöfen oder Restaurants die Zähne pflegen.

Doch was ist zu tun wenn dann doch im Urlaub ein Zahn schmerzt?

Zahnschmerzen kommen oft durch Entzündungen am oder im Zahn. Um die Entzündung nicht weiter anzufachen, sollte Hitze und direkte Sonnenbestrahlung vermieden werden. Damit der Körper nicht geschwächt wird sind Kaffee, Tabak und Alkohol keine gute Idee, und auch körperliche Anstrengung fördert den Schmerz. Gut ist es den Bereich des Schmerzes zu kühlen. Ist eine Füllung ausgebrochen hilft es oft eine Gewürznelke in das entstandene Loch zu stecken. Auch Zahnärzte verwenden Eugenol (Nelkenöl) zur Beruhigung von Zähnen. Auch Schmerztabletten können kurzfristig weiter helfen. Dabei ist aber Vorsicht geboten, da diese Medikamente häufig bei längerer Einnahme nur noch wenig Wirkung zeigen, dafür aber die Nebenwirkungen immer stärker hervortreten. Deshalb ist es Vorteilhaft, vor dem Urlaub, den Hauszahnarzt für einen Urlaubs-Check aufzusuchen, um den Urlaub nicht schon mit offenen Baustellen anzutreten.

Kommt es zu einem Unfall, und ein Zahn wird ausgeschlagen, ist es praktisch, eine sogenannte Zahnrettungsbox mit Nährlösung dabei zu haben. In diese Nährlösung kann man den ausgeschlagenen Zahn einlegen und hat Zeit innerhalb von 24 Stunden einen Zahnarzt aufzusuchen um den Zahn wieder in sein Zahnfach einzusetzen. Umso schneller dies geschieht, desto größer sind die Chancen das der Zahn auch tatsächlich wieder anwächst. Diese Zahnrettungsbox ist in Apotheken erhältlich. Ist keine Box zur Hand, kann man den Zahn auch bis zu 2 Stunden in H-Milch lagern, oder bis 30 Minuten im eigenen Speichel in einem Gefäß aufbewahren.

Für einen raschen Zahnarztbesuch kann man Hilfe an der Rezeption des Hotels finden. Auch die Reiseleitung kann oftmals weiterhelfen. Bei Ferienwohnungen und Ferienhäusern kann man sich an die lokalen Touristikinformationsbüros wenden. Auch das Internet kann hilfreich sein, einen Zahnarzt zu finden. Oftmals gibt es in den Touristengebieten auch Praxen in denen deutsch gesprochen wird. Gibt es keine deutsch-sprachige Praxis, so kann man auf der Seite der Initiative proDente e.V. einen dentalen Sprachführer mit den wichtigsten Urlaubssprachen herunterladen. Dieser kann im Ausland bei einem Zahnarztbesuch sehr hilfreich sein. Klicken Sie einfach auf „proDente“ und Sie werden zum Sprachführer weitergeleitet.

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Urlaub und gute Erholung,

Ihr

Harald Böckle

Implantate und Prophylaxe

Implantate werden heute gerne und erfolgreich eingesetzt, um verlorene Zähne zu ersetzen. Doch derselbe Belag, der die Zähne, den Zahnhalteapparat und den Knochen derart schädigte, dass Zähne verloren gingen, schädigt später auch die Implantate. Daher ist es unbedingt nötig sich spätestens jetzt, an eine Zahnarztpraxis zu wenden und an einem Prophylaxeprogramm teilzunehmen. Nur so können die verbliebenen Zähne und die neuen Implantate für lange Zeit geschützt und erhalten werden.

Gute Knochensubstanz Voraussetzung für ImplantateFolgt man den Empfehlungen vieler Implantologen, sollten Zahnimplantate nur bei Patienten mit guter häuslicher und professioneller Mundhygiene empfohlen werden. Daher sollte das Zahnfleisch schon vor der Implantation frei von Entzündungen sein. Bakterielle Beläge können wie an natürlichen Zähnen auch an Implantaten Zahnfleischentzündungen und Knochenschwund auslösen. Zur Unterstützung der täglichen, häuslichen Mundhygiene werden bei der professionellen Mundhygiene die Zähne in regelmäßigen Abständen von einer speziell ausgebildeten Prophylaxehelferin gereinigt. Zudem werden verschiedene Tests durchgeführt deren Ergebnisse aufgeschrieben werden, um sie mit späteren Ergebnissen zu vergleichen. Zusätzlich gehört zur professionellen Reinigung eine Anleitung zur häuslichen Mundhygiene mit gemeinsamer Übung der Handhabung verschiedenener Zahnpflegemittel und der geeigneten Putztechnik. Die eigentliche Professionelle Zahnreinigung erfolgt durch maschinelle und manuelle Belagsentfernung (Grob- und Feindepuration), wenn nötig auf zwei Sitzungen verteilt. Nach der Reinigung der Zähne folgt eine gründliche Feinpolitur, Zungengrundreinigung und als begleitende Therapie Fluoridierung dazu. Für Patienten mit Implantaten verwendet man für die Reinigung Parodontalsonden, Scaler und Kuretten. Diese sollten aus Kunststoff, Carbon oder Titan bestehen, um die Implantatoberfläche nicht zu beschädigen. Für eine lange Lebensdauer der implantatgetragenen Versorgung, ist es wichtig das Gewebe um das Implantat gesund zu erhalten. Durch moderne Behandlungsmethoden erreicht man es dem Patienten möglichst viel Lebensqualität zurückzugeben. Diese zu erhalten, macht eine dauerhafte, professionelle Betreuung durch die prophylaxeorientierte Zahnarztpraxis notwendig. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Hauptgrund für Misserfolge in der Implatologie die Entzündung der das Implantat umgebenden Gewebe darstellt. Diese Entzündungen werden durch bakterielle Plaquebesiedelung ausgelöst. Diese Untersuchungsergebnisse bestätigen die Notwendigkeit einer konsequenten Nachbetreuung der Patienten durch gründliche professionelle Reinigung aller Zahn- und Implantatoberflächen. Für diese Reinigung werden oftmals auch Pulver-Wasser-Strahlgeräte eingesetzt. Sie hinterlassen auf den Implantaten keine Kratzspuren, was zu einer glatteren Oberfläche als bei herkömmlichen Metallinstrumenten führt. Es sollten dabei nur Pulver der neueren Generation (Glycen oder Zuckeralkohole) zum Einsatz kommen. Zudem werden auch spezielle Handinstrumente aus Kunststoff verwendet. Bei der Implantatreinigung sind auch Polierkörper und Polierpasten wichtiger Bestandteil der Behandlung. Man verwendet dafür Polierpasten mit geringem Abrasivitätswert. Würde man die Entzündung bestehen lassen, können sich der Knochen und das Zahnfleisch zurückbilden. Dieser Rückgang ist nicht wieder umzukehren. Im schlimmsten Fall muss das Implantat dann sogar entfernt werden.

Die Ausführung der professionellen Zahnreinigung bei Implantaten.

An schwer zugänglichen Stellen des Implantates und der Zähne kann der Zahnbelag nur in der zahnmedizinischen Praxis vollständig entfernt werden. Die professionelle Implantatreinigung beginnt mit der Entfernung von mineralisiertem Plaque (Zahnstein). Ähnlich wie bei natürlichen Zähnen wird auch am Implantat eine Feinreinigung (Feindepuration) vorgenommen. Bei dieser Feinreinigung wird der Zahnstein an schwer zugänglichen Stellen (z.B. Stegkonstruktionen), mit Handinstrumenten entfernt. Zudem wird der Biofilm aus dem periimplantären Sulcus (Dem Bereich wo Implantat und Zahnfleisch ineinander übergehen) entfernt. Zu den Handinstrumenten kann hier auch Floss eingesetzt werden, welches in Schlaufenform um den Implantatpfeiler geführt wird. Anschließend werden alle erreichbaren Bereiche des Implantates und der Suprakonstruktion mit einem Bürstchen oder Gumminapf poliert. Hierzu gehören auch die Schraubenkanäle, die Stegkonstruktionen und nicht verschlossene Schlitze von Schrauben. Die gründliche Reinigung der herausnehmbaren Suprakonstruktion werden ebenfalls gründlich gereinigt.

So schützen Sie Ihre Implantate zu Hause.

Zahnimplantate, Stegkonstruktionen und herausnehmbarer Zahnersatz können mit einer Handzahnbürste oder einer elektrischen Zahnbürste geputzt werden. Auch spezielle Einbüschelbürsten und Interdentalbürstchen finden bei der häuslichen Reinigung ihren Einsatz. Die Reinigung der Zwischenräume ist besonders wichtig, da Entzündungen häufig hier beginnen. Man verwendet hierzu dickes Floss und Interdentalbürstchen. Die passende Größe lassen Sie am besten in Ihrer Zahnarztpraxis ermitteln. Antibakterielle Mundspüllösungen können unterstützend die Plaquebesiedelung hemmen, ersetzen aber nicht die mechanische Reinigung. Falls Sie eine implantatgetragene Brücke haben, oder Ihr Zahnersatz auf einer implantierten Stegkonstruktion befestigt ist, müssen Sie auch die Beläge darunter mit Floss oder Interdentalbürstchen entfernen. Abnehmbaren Zahnersatz sollten Sie zur Reinigung aus dem Mund nehmen. Am besten üben Sie die Reinigung Ihrer Zähne, Implantate und Zwischenräume zunächst gemeinsam mit Ihrer Prophylaxehelferin in der zahnmedizinischen Praxis.

Risikofaktoren für Entzündungen am Implantat.

• Rauchen
• Diabetes mellitus
• Rheumatische Erkrankungen
• Bluthochdruck
• Hormonelle Störungen
• Mundtrockenheit
• Zahnfleischentzündungen schon vor der Implantation
• Bestimmte Medikamente
• Strahlenbehandlungen

Um Ihr Implantat möglichst lange gesund zu erhalten, sollten Sie.

• Sich das Rauchen abzugewöhnen
• Bei chronischen Erkrankungen Ihre Werte regelmäßig überprüfen lassen
• Ausreichend trinken
• Ihrem Zahnarzt alle Medikamente mitteilen, die Sie einnehmen
• Zahnarzttermine zur Kontrolle und Prophylaxe regelmäßig wahrnehmen (mindestens halbjährlich)
• Bei Entzündungsanzeichen sofort einen Termin in der Zahnarztpraxis vereinbaren.

Die regelmäßige häusliche, und auch professionelle Reinigung ist für gesunde Zähne und feste Implantate unumgänglich. Nur wer sich dessen bewust ist, wird lange Spaß an seinen Implantaten haben und seine noch vorhandenen Zähne gesund erhalten, um diese nicht auch noch zu verlieren. Regelmäßige Untersuchungen und professionelle Zahnreinigungen mit Anleitungen zur häuslichen Mundhygiene sind die Grundpfeiler für einen gesunden Mund.

Zahnfleischbluten – unscheinbare Warnsignale

Zahnfleischbluten ist ein eindeutiges Warnsignal, das mit dem Zahnfleisch etwas nicht in Ordnung ist. Tritt es häufiger auch beim Zähneputzen auf, sollte man unbedingt reagieren und einen Zahnarzt aufsuchen. Zahnverlust lässt sich heute verhindern, wenn eine Zahnbetterkrankung rechtzeitig entdeckt und behandelt wird. Da eine vorhandene Zahnbetterkrankung nie wieder ausheilt, ist jedoch eine lebenslange Betreuung durch Prophylaxe notwendig. Auch schlimmere Krankheiten wie ein Mundbodentumor bluten leicht. Es muss nicht extra gesagt werden, dass auch hier eine rasche Erkennung und Behandlung lebenswichtig ist.

Seit 2004 übernehmen die Kassen alle zwei Jahre die Kosten für einen speziellen Parodontitis-Test. Während des Tests tastet der Zahnarzt mit einer Sonde das Gewebe zwischen Zähnen und Zahnfleisch ab. Er misst die Tiefe der Zahnfleischtaschen und prüft ob eventuell eine Entzündung vorliegt. In schweren Fällen wird der betroffene Kiefer geröntgt, so dass der Zahnarzt sich ein genaues Bild vom Zustand des Kieferknochens machen kann.Schon in jungen Jahren beginnen häufig Warnsignale aufzutreten, welche wir zunächst einmal nicht ernst nehmen. Das Zahnfleisch blutet und der erste Gedanke ist, „bestimmt habe ich mich beim Zähneputzen verletzt“. Die nächste Reaktion wird sein, dass schonender geputzt wird. Doch genau das, ist der erste Fehler. Das Zahnfleisch blutet nämlich nicht aufgrund einer Putzverletzung, sondern wegen Entzündungen, die die Blutungsneigung enorm steigern. Diese Entzündungen entstehen dort wo wir sie nicht sehen können, im Zahnzwischenraum. Bakterieller Biofilm besiedelt diesen Raum geschützt vor Sichtkontrolle und Reinigung. Um dem Biofilm nicht ständig ausgesetzt zu sein, zieht sich das Zahnfleisch kaum merkbar zurück. Nach einiger Zeit schließt sich dann auch der Knochen dem Rückzug an. Spätestens jetzt lässt sich die Erkrankung nicht mehr umkehren. Mit viel Mühe kann man das Fortschreiten der Zahnbettentzündung stoppen, heilen kann man sie nicht. Dieser Vorgang ist sehr langsam und setzt sich oftmals über Jahrzehnte fort. Daher merkt man erst sehr spät durch Schmerzen und einer zunehmenden Beweglichkeit der Zähne das etwas nicht stimmt. Zusätzlich können sich so erkrankte Zähne auch verstellen, und man stellt fest dass der eine oder andere Zahn früher anders im Zahnbogen stand. An das Zahnfleischbluten beim Putzen, welches nicht ständig auftritt, hat man sich längst gewöhnt. Verfälscht werden die Blutungsanzeichen bei Rauchern. Durch das Nikotin kommt es zu einer schwächeren Durchblutung der Gewebe, und damit zu einer geringeren Blutungsneigung. Wie kann ich diesen Vorgang stoppen? Zunächst einmal durch Aufklärung. Man muss wissen warum das Gewebe blutet. Im Grunde genommen gibt es nur zwei Möglichkeiten. Eine Verletzung oder eine Entzündung. Das Ergebnis ist beides Mal das gleiche. Durch die Entzündung ist die Schleimhaut sehr empfindlich und es kommt schneller zu minimalen Verletzungen. Erst wenn die Entzündung verschwindet, ist die Schleimhaut widerstandsfähig und neigt nicht so schnell zum Bluten. Vergleichen kann man dies mit einer kleinen Verletzung auf der Haut. Wenn man über gesunde Haut kratzt, passiert gar nichts. Tut man dies aber über eine kleine Verletzung beginnt es zu bluten. Erst wenn die Verletzung ausgeheilt ist, blutet man nicht mehr übermäßig schnell. Die Verletzung kann aber in unseren Zahnzwischenräumen erst dann ausheilen, wenn der Grund der Verletzung, nämlich die Entzündung verschwunden ist. Dies schafft man nur durch regelmäßige Pflege mit Zahnzwischenraumbürsten, einmal am Tag. Der Zeitpunkt ist übrigens egal. Putzen Sie Ihre Zahnzwischenräume wenn Sie Zeit haben, dies muss nicht zwangsläufig abends sein. Da 80 Prozent aller Karies, und auch die meisten Zahnfleischerkrankungen, im Zahnzwischenraum beginnen, ist auf diesen Bereich besonderes Augenmerk zu legen. Haben sich bereits Zahnfleischtaschen gebildet, so wird durch eine so genannte Parodontalbehandlung, kurz PA-Behandlung, der Zahnhalteapparat ausgereinigt. Dies sorgt für Entzündungsfreiheit in diesem Bereich. Auch wichtig ist der Zahnfleischsaum, da sich Beläge hier nicht gut entfernen lassen. Durch die Basstechnik, (ARTIKEL: ZAHNPUTZTECHNIKEN VOM 13.12.2015) erreicht man eine gute Reinigung dieses Bereiches. Besonders gründlich ist die Singlebrushbürste, welche genau diesen Bereich reinigt. Mit beiden Methoden ist der Zahnfleischsaum leicht zu säubern. Die Grübchen, auch Fissuren genannt, sind mit keiner Methode ausreichend zu reinigen. Einige Autoren empfehlen die Grübchen der Backenzähne und auch der Vorbackenzähne mit Kunststoff versiegeln zu lassen. Auch wenn bei Erwachsenen das Versiegeln nicht von der Kasse bezahlt wird, und auch Kinder für das Versiegeln der Vorbackenzähne keine Unterstützung bekommen, ist diese Maßnahme sinnvoll und nicht teuer. Schon bei Kindern sollte die Zahnzwischenraumreinigung mit Zahnseide geübt werden. In diesem Alter sind die Zahnzwischenräume meist sehr eng mit der Zahnfleischpapille gefüllt, so dass ein Durchschieben der Zahnzwischenraumbürste meist nicht gelingt. Hier steht jedoch nicht die Reinigung an sich im Vordergrund, sondern die Gewöhnung daran, dass auch die Zahnzwischenräume wichtig sind und regelmäßig gereinigt werden müssen.

Blutendes Zahnfleisch ist ein Warnsignal was uns nicht abschrecken sondern anspornen sollte. Es ist völlig falsch nun das Zahnfleisch vermeintlich zu schonen, da man sich nicht wirklich verletzt hat. Vielmehr sollte nun besonders gründlich gereinigt werden. Am besten gelingt dies durch gründliche häusliche Mundhygiene, professionelle Mundhygiene und professionelle Anleitung zum Putzen. Mit den richtigen Hygienemaßnahmen kann meistens noch viel erreicht werden, selbst wenn schon Vorschäden entstanden sind.

Zahnfleischsaum und Zwischenraum, auf was es wirklich ankommt

Sehr viele Menschen fragen sich, wie kann es sein dass ich zweimal am Tag meine Zähne gründlich putze und dennoch ständig unangenehme und teure Behandlungen über mich ergehen lassen muss. Auch der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt hilft mir nicht meine Zähne gesund zu erhalten. Die Antwort ist relativ einfach. Zunächst wird bei einem Zahnarztbesuch nicht vorgesorgt, sondern nachgeschaut. Die in Deutschland vorherrschende Versorgungsform ist die Reparaturmedizin und nicht die Vorbeugung. Die Durchsichten sind sehr wichtig um Erkrankungen rechtzeitig zu Behandeln und Folgeschäden zu vermeiden, dennoch werden die Erkrankungen dadurch nicht verhindert. Nur Kinder zwischen dem sechsten und achtzehnten Lebensjahr bekommen auf Krankenkassenkosten eine Vorsorge in Form von Fissurenversiegelung, Fluoridierung und Putztraining. Erwachsene bekommen für eine professionelle Zahnreinigung bestenfalls einen Zuschuss in Form von Bonuspunkten. Wie schlecht das normale Zahnreinigen funktioniert, zeigt dass viele Menschen in unseren Breiten, ihre Zähne zweimal täglich putzen und trotzdem an Krankheiten leiden die mit mangelnder Mundhygiene in Verbindung stehen. Sowohl Karies als auch Zahnfleisch- und Zahnbettentzündungen betreffen heute immer noch große Teile der Bevölkerung.

e Zahnzwischenraumbürste (Interdentalbürste) ist wohl das effektivste Hilfsmittel, um den Zahn- bzw. Implantatzwischenraum zu reinigen, und unterstützen so Schallzahnbürzsten oder rotierende elektrsche Zahnbürste bei der optimalen Implantatpflege. Anders als durch Zahnseide erfolg ein effektiver Putzdruck und damit die erwünschte Reinigung schon durch das Einführen der Bürste, das problemlose, schmerzfreie Einführen ist dabei aber Grundvoraussetzung, sonst kann es zu Verletzungen kommenBakterien finden sich in unserer gesamten Mundhöhle. Gefährlich werden sie uns erst, wenn sie sich zu einem Biofilm organisieren. So wie eine Stadt ohne Kläranlage die umliegenden Gewässer mit ihren Abwässern zerstören würde, schädigen die Ausscheidungen der Bakterien im Biofilm die umgebende Zahnsubstanz (Karies), das Zahnfleisch (Gingivitis) und den Zahnhalteapparat (Parodontitis). Die Belagsbildung beginnt in den Zahnzwischenräumen der Backenzähne und Vorbackenzähne (kleine Backenzähne). Dann dehnt sich der Belag auf die Zahnzwischenräume der Frontzähne aus. Erst dann entsteht der Belag auf den Außenflächen der Backenzähne und Vorbackenzähne. Zuletzt bildet sich der Biofilm auch auf den Innenflächen der Zähne. Der Zahnzwischenraum ist damit der bevorzugte Bereich für Bakterielle Erkrankungen der Zähne (Karies), des Zahnfleisches (Gingivitis) und des Zahnhalteapparates (Parodontitis). Leider ist es mit einer herkömmlichen Zahnbürste nicht möglich, den Zahnzwischenraum gründlich zu reinigen. Dies gilt sowohl für Handzahnbürsten, als auch für die elektrischen Varianten. In diesen Zahnzwischenräumen findet sich jedoch der Großteil des Biofilmes. Der restliche Biofilm findet sich entlang des Zahnhalses und in den Grübchen der Kauflächen. Die Glattflächen der Zähne reinigen sich durch die Wischbewegungen der Zunge, der Wangen und der Lippen selber. Nimmt man keine Sanduhr, oder sonstige Zeitmesser zur Hilfe so werden die Zähne meistens nicht einmal eine Minute gereinigt. Dabei wird nur ein Bruchteil des Biofilmes abgelöst. Die große Masse des Belages bleibt in den Zahnzwischenräumen und im Zahnfleischsaum bestehen. Allerdings ist eine Zeitvorgabe zum Zähneputzen nicht wichtig. Die Zähne sollen nicht eine gewisse Zeit gereinigt werden, sondern sie müssen nach der Reinigung sauber sein. Man kann seine Zähne auch fünf Minuten lang reinigen und trotzdem nichts erreicht haben. Nicht nur das Putzen der Zähne ist ausschlaggebend für die Mundgesundheit. Da das Gleichgewicht zwischen den Bakterien und dem Immunsystem eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Krankheiten im Mund spielt, wird die Mundgesundheit auch durch Faktoren wie Rauchen, Ernährung, Medikamente, Psyche, allgemeine Erkrankungen und die Zusammensetzung des Speichels bestimmt. Die ersten Anzeichen für eine Erkrankung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates sind Zahnfleischbluten und Mundgeruch. Ein sauberes, gesundes Gebiss, verursacht keinen Mundgeruch und gesundes Zahnfleisch blutet weder beim Essen noch beim Putzen.

Warum können sich die Biofilme derart gut entwickeln?

Die Mundhöhle ist für die Bakterien wie ein Brutkasten. Es ist warm und feucht, Bedingungen die diese Mikroorganismen lieben. Zudem ist unsere Ernährung nicht unseren natürlichen Bedürfnissen angepasst. Tiere halten wir artgerecht, uns selber nicht. Wir essen und trinken viel Zucker, auch in versteckter Form. Auch essen wir viel zu viele Kohlenhydrate. Brot und Nudeln gehören für die meisten von uns zu den Grundnahrungsmitteln, und versorgen uns mit Unmengen an Kohlenhydraten. Aus diesem Grunde funktionieren die meisten modernen Diäten auf der Basis von „Low Carb“, also durch die Reduzierung der Kohlenhydrate. Ist man die Kohlenhydrate nur in ihrer Natürlichen Form, also in naturbelassenen Nahrungsmitteln, ist dies sowohl für unsere Zähne als auch für den gesamten Organismus von Vorteil. Bei ausreichender Versorgung mit Zucker und Kohlenhydraten entwickelt sich der Biofilm massiv und muss zerstört werden, um keinen Schaden anrichten zu können. Die Reinigung mit der normalen Zahnbürste ist nicht effektiv. Die Borsten der Zahnbürste erreichen weder die Zahnzwischenräume noch die Grübchen auf den Kauflächen. Somit hat die Zahnbürste eigentlich weitgehend die Funktion fluoridhaltige Zahnpasta auf den Zähnen zu verteilen, also der täglichen Fluoridierung. Damit ist die Reinigungswirkung der normalen Handzahnbürste eher kosmetisch. Durch zu heftiges Putzen mit der Zahnbürste kommt es sogar zu Schädigung des Zahnes im Bereich des Zahnhalses. Man spricht von keilförmigen Defekten, die nichts anderes sind, als Auswaschungen am Zahnhals durch mechanischen Abrieb. Heiß – Kalt Empfindlichkeit kann das erste Anzeichen hierfür sein. Auch Zahnseide ist für die Reinigung der Zahnzwischenräume nur bedingt geeignet. Die Seitenzähne haben unterhalb des Kontaktpunktes oft Einziehungen, die Hohlräume bilden. Ein glattgespanntes Stück Zahnseide ist nicht in der Lage in diese Höhlung vorzudringen. Ohne Zahnzwischenraumreinigung durch Zahnzwischenraumbürsten oder Sticks wird die Mehrheit der bakteriellen Beläge nicht entfernt. Durch die Ähnlichkeit der Zahnzwischenraumbürstchen mit Flaschenbürsten, erreicht man alle Flächen der Zahnzwischenräume. Dabei wird der Biofilm zerstört und entfernt. Es ist ausreichend die Zahnzwischenräume einmal täglich mit den kleinen Bürstchen oder Sticks zu reinigen. Da die Zahnzwischenräume unterschiedlich groß sind, benötigt man auch unterschiedlich große Bürstchen. Am besten lässt man die Größen durch ein erfahrenes Prophylaxeteam der Zahnarztpraxis messen. Entlang des Zahnfleischsaumes reinigt man die Die Zähne mit einer Einbüschelbürste. Dies geschieht sowohl an den Innen- als auch an den Außenflächen der Zähne. Dabei geht man folgendermaßen vor. Man reinigt entlang des Zahnhalses bis sich die Zähne in den gereinigten Bereichen glatt anfühlen. Kontrolliert wird dies durch die Zunge. Beläge fühlen sich pelzig und rau an, während gereinigte Zähne glatt sind. Da man mit der Einbüschelbürste nicht schrubben kann, kommt es zu keinen Putzdefekten. Zugegeben, diese Methode zu erlernen erfordert Übung, sie hat jedoch viele Vorteile. Da man für diese Art der Zahnreinigung, wie auch bei der Benutzung von Zahnzwischenraumbürstchen, kein Wasser benötigt, ist man unabhängig vom Badezimmer und kann seiner Zahnpflege nachgehen wenn man Lust oder Zeit hat. Vor allem auf Reisen ist dies sehr vorteilhaft. Ein Bad benötigt man in diesem Fall nur für die Verwendung fluoridhaltiger Mundspüllösungen um die Zähne durch Fluorid zu schützen. Da diese Technik genauso wenig in der Lage ist die Fissuren der Zahnoberflächen zu reinigen, wie dies bei der herkömmlichen Putztechnik der Fall ist, macht es Sinn, die „Grübchen“ professionell in der Zahnarztpraxis versiegeln zu lassen. Dies ist nicht teuer, schützt aber enorm vor dem Eindringen der Bakterien in eben diese Grübchen. Dabei werden die Fissuren mit Kunststoff verschlossen. Durch die Selbstreinigung der Kauflächen und der seitlichen Glattflächen der Zähne, ist eine Reinigung dieser Flächen nicht nötig. Die Selbstreinigung erfolgt durch die Zunge, die Lippen und die Wangen. Die Einbüschelbürste wird wie ein Stift gehalten. Sie soll während des Putzvorganges in einem Winkel von 45° vom Zahn in Richtung Zahnfleisch gehalten werden. Dabei wird sie mit leichten hin und her Bewegungen über die Zahnoberfläche geführt. Beim Erlernen dieser Technik ist es wie beim Skifahren. Um Profi zu werden bedarf es eines Lehrers. Fragen Sie Ihren Zahnarzt nach der Putztechnik mit der Einbüschelbürste. Die meisten präventiv orientierten Zahnärzte kennen diese Putztechnik. Das Konzept dieser effektiven Putztechnik beinhaltet professionelle Grundreinigungen (PZR) in regelmäßigen Abständen (2- bis 4-mal im Jahr), den täglichen Gebrauch von Zahnzwischenraumbürsten oder Sticks und zweimal täglich den Gebrauch der Einbüschelbürste. Fluoride können durch entsprechende Mundspüllösungen zugeführt werden.

All dies wird Ihnen helfen Ihre Zähne gesund zu erhalten. Mehr Informationen über die Zahnputztechnik mit der Einbüschelbürste finden Sie unter folgendem Link: https://www.curaprox.com/de-de/cs-single-die-solotechnik Auch die Einbüschelbürste, genauso wie die Interdentalbürsten, sollte von Zeit zu Zeit gewechselt werden, da die Putzleistung mit der Zeit nachlässt. Bei diese Zahnputztechnik handelt es sich zweifelsohne um die Königsklasse des Zähneputzens. Es bedarf einiger Übung um diese Technik richtig anzuwenden, dafür ist sie allen anderen Putztechniken überlegen, da sie den bakteriellen Belag da angreift wo er entsteht.

Aphten – Schmerzhafte Unbekannte im Mund

Plötzlich, wie aus dem nichts sind sie da. Schmerzen beim Kontakt mit Speichel und Nahrungsmittel. Auch das Schlucken und Sprechen kann sehr unangenehm sein. Kurz gesagt, es tut höllisch weh. Schaut man in den Mund findet man an der Stelle des Schmerzes eine scharf begrenzte, muldenförmige Veränderung des Gewebes, die mit einem weißen Belag ausgekleidet ist. Diese Veränderung kann kreisrund oder oval sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dies eine Aphte.

Feuchte Hände, trockener Mund, ein flaues Gefühl in der Magengegend - die meisten Menschen kennen diese Symptome vor einem Besuch beim Zahnarzt. Doch während die meisten mit ein bisschen Magenkribbeln gut leben können, leiden echte Angstpatienten schon beim Betreten der Praxis unter Schweißausbrüchen. In Deutschland gibt es schätzungsweise 10 % sogenannte Zahnbehandlungsphobiker. Sie verschieben Termin um Termin und vermeiden sogar bei starken Zahnschmerzen den Zahnarztbesuch, was schlimme Folgen haben kann. Die Verwendung dieses Bildes ist nur für redaktionelle Zwecke und ausschließlich in Bezug auf das Thema Zahnmedizin gestattet. Die Bearbeitung des Bildes ist nicht erlaubt, mit Ausnahme der Verkleinerung oder Vergrößerung sowie der technischen Aufbereitung zum Zweck der optimalen Vervielfältigung. Die Weitergabe dieses Bildes an Dritte und insbesondere der honorarpflichtige Vertrieb/die Speicherung in Bilddatenbanken ist untersagt. Der Abdruck ist ausschließlich unter Nennung der Quellenangabe: "proDente e.V." honorarfrei. . .Erzeugt mit der Demo Version des Caption Writers II.

Aphten treten einzeln oder zu mehreren auf und werden meist 2-5 Millimeter groß. Seltener sind große Aphten mit einer Größe von 1-3 Zentimeter. Es sind runde oder ovale muldenförmige Schleimhautveränderungen, die überall im Mundgebiet, bis hin zum Rachen auftreten können. Ein gelblich-weißlicher Belag füllt die ganze Aphte aus. Im Durchschnitt führen die Aphten zu einem 1-2 wöchigen Leiden. Während kleine Aphten, meist nach 4-14 Tagen wieder abgeheilt sind, benötigen große Aphten auch schon mal bis zu 6 Wochen bis sie abheilen. Im Mund sind Aphten lästig aber harmlos. Anders sieht die Situation aus, wenn die Aphten im Genitalbereich oder an anderen Körperstellen auftreten. Dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Es gibt sehr selten die Veranlagung bei Menschen, Aphten am Auge zu bekommen was zur Erblindung führen kann. Dies ist jedoch nicht zu verwechseln mit der kleinen, lästigen Aphte im Mundbereich. Auch wenn Aphten länger als 6 Wochen bestehen, sollte ein Arzt kontrollieren ob es sich um eine Aphte, oder ob es sich um eine andere krankhafte Veränderung der Mundschleimhaut handelt. Die Ursache der Entstehung ist bis heute nicht geklärt. Folgende Ursachen hält man heute als Auslöser für Aphten möglich:

• Stress
• Schlafmangel
• Angeschlagenes Immunsystem
• Nahrungsmittelallergie
• Nahrungsmittelunverträglichkeit
• Schwere Traumata (Verletzungen körperlich oder psychisch)
• Herpesviren
• Medikamentennebenwirkungen
• Schwankender Hormonhaushalt
• Akute Infekte
• Magen Darm Störungen
• Psychische Belastungen
• Vererbung

Die Vorbeugung:

Um Vorzubeugen wird empfohlen eine gute Mundhygiene zu betreiben und Spülungen mit Distelöl, Sonnenblumenöl oder Kamillenextrakt durchzuführen. Auch das regelmäßige Spülen mit 0,1 % Chlorhexidinmundspülung soll helfen. Da Chlorhexidin Nebenwirkungen entfalten kann und auf Dauer einen dunklen Belag auf die Zähne legt, ist eine Vorbeugung für lange Zeit mit Chlorhexidin zu überdenken.

Die Behandlung:

Hat man eine Aphte, so gibt es einige Hausmittel auf die man zurückgreifen kann. So soll Lakritze gegen die Aphte helfen. Diese wird aus der traditionellen Heilpflanze Süßholzwurzel hergestellt. Auch Propolis wird zur Behandlung der Aphten genannt. Gerade bei Propolis muss jedoch bedacht werden, dass viele Menschen auf Propolis allergisch reagieren. Die einfacheren Hausmittel sind Salbei und Myrrhentinkturen, oder Kamillenextrakte. In der Apotheke findet man prednisolonhaltige Mundheilsalben die man 1-2 mal täglich auf die betroffene Stelle auftragen kann. Auch gibt es Cremen und Lutschpastillen zur Schmerzlinderung, die Anästhetika enthalten. Da die Ursache der Aphten nicht eindeutig geklärt ist, erfolgt die Behandlung mit schmerzstillenden, desinfizierenden und entzündungshemmenden Medikamenten. So zum Beispiel mit Betamethasonlösung oder Dexamethason-Paste. Interessant sind neueste Erkenntnisse, dass Nikotin auf Keratinozyten einen entzündungshemmenden Effekt hat. Das stellt nun keinen Grund dar, das Rauchen anzufangen, führt aber dazu, dass es Überlegungen gibt, bei Aphten auch Nikotinkautabletten einzusetzen.

Weiter sollte man während die Aphten im Mund bestehen:

• Keine Zahnpasten mit Natriumlaurylsulfat (SLS) verwenden.
• Keine harten Speisen (z.B. Zwieback)
• Keine Nüsse
• Keine sauren Speisen
• Keine salzigen Speisen
• Keine Obstsäfte
• Keine Zitrusfrüchte
• Keine Tomaten
• Keine Gewürze wie Pfeffer, Paprika und Curry sowie stark gewürzte Speisen
• Keine alkoholischen Getränke
• Keine CO² haltigen Getränke

Aphten sind, solange sie im Mund auftreten, lästig aber harmlos. Sie können jedoch die Lebensqualität enorm einschränken und brauchen teilweise ziemlich lange, bis sie wieder verschwunden sind. Bis heute ist nicht sicher wie diese Schleimhautveränderungen überhaupt entstehen, und was sie auslöst. Es ist daher auch keine gezielte Behandlung der Aphten durchführbar. Die Maßnahmen beziehen sich ausschließlich auf Schmerzausschaltung, Entzündungshemmung und Desinfektion. Auch die Vorsorgemaßnahmen konzentrieren sich auf die allgemeine Stärkung des Immunsystems. Bisher bleibt damit jedem Betroffenen eigentlich nur, sich gesund und fit zu halten. Kommt es dann doch zur Aphte kann man sich mit den oben genannten Hilfsmitteln über die Runden helfen, bis sich die Aphte wieder von selber verabschiedet hat.

Weihnachtszeit – Die Hochleistungszeit für unsere Zähne

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, steht man beim Zahnarzt vor der Tür. So sollte es normalerweise nicht laufen. Doch während die Adventszeit für uns die Zeit des süßen Genusses darstellt, ist sie für unsere Zähne Stress pur. All den Verlockungen zu wiederstehen, muss aber gar nicht sein, wenn man sich an ein paar kleine Regeln hält.

Bevor das Fest unerträglich wird, weil auch Schmerztabletten keine Abhilfe schaffen, können Patienten bundesweit zahnärztliche Notdienste kontaktieren. proDente veröffentlicht die zentralen Info-Stellen der zahn‰äztlichen Notdienste aller Bundesländer auf der Internet-Seite www.prodente.de. Somit ist auch während des Besuchs bei Verwandten in anderen Bundesländern schnell der entsprechende Fachmann an der Strippe. In allen Bundesländern sind zentrale Anlaufstellen im Internet veröffentlicht, die den Patienten weiterhelfen. Einzige Ausnahme: In Westfalen-Lippe muss der Patient die Internet-Seiten der jeweiligen Kommunen oder Kreise ansteuern oder auf Verˆffentlichungen in der Tageszeitung achten.Es ist wieder so weit. Die Vorweihnachtszeit ist in vollem Gange und es gibt Süßes an allen Ecken und Enden. Da findet man Schokolade, Plätzchen, Zuckerstangen und Lebkuchen. Es gibt Klebriges wie Honig, Karamell, Chips und natürlich auch saures wie Drops, Orangen und Zitronen. Auch versteckter Zucker findet sich in Glühwein, Punsch und deren alkoholfreien Varianten. Der absolute Härtetest sind gebrannte Mandeln und Co. Hier trifft Zucker auf Hartes. Nun ist gute Zahnsubstanz gefragt. Immerhin können zwischen den Zähnen Kaukräfte von über 30 kg aufkommen. Wer rechtzeitig beim Zahnarzt war, ist klar im Vorteil, denn wenn Füllungen schon Risse haben und wurzelkanalbehandelte Zähne nicht überkront sind, ist die Bruchgefahr sehr hoch. Auch für die Bakterien in unserem Mund ist jetzt die schönste Zeit im Jahr. Zucker und Kohlenhydrate im Überfluss, das heißt für die Bakterien im Biofilm fressen und vermehren. Wahrlich paradiesisch für diese Mikroorganismen. Werden vor allem den ganzen Tag über, kleine Portionen Zucker und Kohlenhydrate gegessen, so ist dies ein wahres Fest für die Plaquebewohner. Das Ergebnis ist ein ständiger Säurealarm für unsere Zähne.

Muss man aber nun wirklich auf all die leckeren Naschereien verzichten? Aus zahnmedizinischer Sicht bestimmt nicht. Man sollte nur ein paar Dinge beherzigen. Zunächst ist eine Kontrolle beim Zahnarzt gut. Wenn bruchgefährdete Zähne rechtzeitig erkannt und gerichtet werden, ist schon viel getan. Eine PZR in der Vorweihnachtszeit ist dann schon die Königsklasse der Vorbeugung. Ist der Biofilm entfernt, gibt es weniger Bakterien, damit auch weniger Säureproduktion und somit auch weniger Karies. Es dauert ungefähr 16 Wochen bis sich der Biofilm in seiner gesamten Schädlichkeit wieder aufgebaut hat. Zudem sollte man nicht über den ganzen Tag verteilt Süßes zu sich nehmen. Besser ist es einmal richtig zuzuschlagen und dann die Zähne zu putzen. Ist man nicht zu Hause, kann ein zuckerfreier Kaugummi, nach dem Genuss von Süßem schützend wirken. Am besten sind hierbei Kaugummis mit 100 % Xylit. Der Speichelfluss wird angeregt, die Säuren gebunden und verdünnt. Damit ist die Gefahr gebannt. Vorsicht auch bei Getränken. Glühwein, Punsch und Co, auch die alkoholfreien Varianten, sind wahre Zuckerbomben. Auch hier kann nach dem Genuss ein xylithaltiger Kaugummi helfen Karies zu verhüten. Wer zusätzlich Milchprodukte zu sich nimmt, sorgt besonders vor, weil diese beim Wiederaufbau des angelösten Zahnschmelzes helfen. Auch Fluoride helfen. Milch, Fisch, Tee, Meeresfrüchte und Walnüsse enthalten viel natürliches Fluorid und härten die Zähne aus. Ebenfalls kann Mundgeruch zum Problem werden, wenn die Bakterien ein langes Überangebot an Nährstoffen bekommen. Die Stoffwechselprodukte der Mikroorganismen können sehr unangenehm riechen. Daher ist es von Vorteil beim Zähneputzen, einen Zungenschaber zu verwenden, um Beläge von der Zunge zu entfernen. Häufig entsteht der Mundgeruch nämlich gerade dort.

Die Festtage können für unsere Zähne zum Härtetest werden. Doch das muss nicht sein. Man kann seine Zähne schützen und trotzdem Genießen.
Ich wünsche Ihnen eine frohe Weihnacht und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Es würde mich freuen, Sie 2016 wieder auf meinem Blog begrüßen zu dürfen. Nach der Weihnachtspause, geht es in der zweiten Januarwoche weiter.

Herzlichst
Ihr
Harald Böckle

Zahnputztechniken – von der Basstechnik zur Singlebrushprophylaxe

Es ist heute wissenschaftlich nachgewiesen, das Zahnfleischentzündungen, Zahnbettentzündungen und Karies durch einen Biofilm, den so genannten Plaque entstehen. Daher führt kein Weg an einer mechanischen Entfernung des Belages vorbei. Dies gilt in besonderem für den Bereich zwischen den Zähnen. Im Grunde genommen gibt es keine Technik gegen einzelne Erkrankungsformen. Die Biofilmkontrolle als Vorsorge gegen Zahnbettentzündungen verhindert gleichzeitig auch die Zahnfleischentzündung und Karies. Das heimtückische an der Zahnbettentzündung (Parodontitis) ist, dass sie sich kaum spürbar, in einem Zeitraum von 20 bis 40 Jahren entwickelt. Die Zähne verlieren dabei langsam aber sicher Ihren Halt. Daher muss man zur Vorbeugung eine erfolgreiche Mundhygiene erlernen.

Zahnmediziner empfehlen Zahnpasta mit Fluoriden. Der Mineralstoff härtet den Zahnschmelz, hemmt die Entkalkung und das Bakterienwachstum und hilft zudem bei der Remineralisierung der Zahnoberfläche. Bezüglich der Kariespropyhlaxe hat sich herausgestellt, dass eine ausreichende Versorgung mit Fluoriden das Auftreten von Karies deutlich verringert. Dabei wirkt das Fluorid vor allem lokal am Zahn und weniger ¸über den Blutkreislauf

Wie soll man aber nun die Zähne putzen?
Es gibt verschiedene Zahnputztechniken, verschiedene Zahnbürstenarten und auch noch alternative Möglichkeiten die Zahnzwischenräume zu reinigen.

 

 

Da gibt es:
• Zahnputztechnik nach Bass
• Zahnputztechnik nach Charters
• Zahnputztechnik nach Stillmann
• Rotationsmethode nach Fones / KAI Technik
• Vertikale Rot nach Weiß Methode
• Horizontale Schrubmethode
• Solo Technik nach J. Sedelmayer

Zahnputztechnik nach Bass:

Die Bass-Technik ist besonders für Jugendliche und Erwachsene geeignet, da sie in der Handhabung recht anspruchsvoll für den Anwender ist. In einem Winkel von 45° werden die Borsten zum Zahnfleisch hin ausgerichtet. Ein Teil der Borsten liegt dabei auf dem Zahnfleisch auf. Durch kleine rüttelnde Bewegungen werden die äußeren Bereiche der Zähne gereinigt. Danach wird mit einer wischenden Bewegung von Rot nach Weiß, der abgelöste Belag entfernt. Das Rütteln wird pro Zahn ungefähr 10-mal ausgeführt. Man beginnt mit dem Reinigen der Außenflächen der Seitenzähne im Oberkiefer, bei leicht geschlossenem Mund. Danach werden die Außenflächen der Unterkieferzähne gereinigt. Weiter geht es mit den Innenflächen des Oberkiefers. Dazu wird der Bürstenköpf wieder parallel zur Zahnreihe gehalten. Die Rückseite der Schneidezähne im Oberkiefer wird mit senkrecht aufgestellter Zahnbürste geputzt. Auch dabei werden kleine Rüttelbewegungen durchgeführt. Die Innenflächen der Seitenzähne im Unterkiefer werden nach dem gleichen System, wie bereits beim Oberkiefer, im 45° Winkel durch Rütteln und Abstreifen gereinigt. Die Frontzähne im Unterkiefer werden wieder mit senkrecht gestellter Zahnbürste unter rüttelnden und auswischenden Bewegungen gesäubert. Zum Schluss kommen die Kauflächen im Oberkiefer und Unterkiefer an die Reihe. Dabei putzt man jeweils im Oberkiefer von rechts nach links, und im Unterkiefer von links nach rechts, mit schrubbenden Bewegungen. Die Putzdauer sollte auf jeden Fall mehr als 3 Minuten dauern, um einen ordentlichen Reinigungseffekt zu haben.

Für eine gelungene Zahnpflege braucht man zwei Dinge: Zeit und das Wissen, wie’s richtig geht. Out sind heftiges Querschrubben und seitliches auf und ab bürsten mit zu viel Druck. Dadurch wird der Zahnbelag nicht effektiv entfernt und die Zähne auf Dauer beschädigt. Dagegen eignet sich die sogenannte Rütteltechnik sehr gut zur schonenden Reinigung der Zähne. Dazu die Bürste im 45 Grad Winkel am Zahnfleischrand aufsetzen und leicht rütteln.

Für eine gelungene Zahnpflege braucht man zwei Dinge: Zeit und das Wissen, wie’s richtig geht. Out sind heftiges Querschrubben und seitliches auf und ab bürsten mit zu viel Druck. Dadurch wird der Zahnbelag nicht effektiv entfernt und die Zähne auf Dauer beschädigt. Dagegen eignet sich die sogenannte Rütteltechnik sehr gut zur schonenden Reinigung der Zähne. Dazu die Bürste im 45 Grad Winkel am Zahnfleischrand aufsetzen und leicht rütteln.

Für eine gelungene Zahnpflege braucht man zwei Dinge: Zeit und das Wissen, wie’s richtig geht. Out sind heftiges Querschrubben und seitliches auf und ab bürsten mit zu viel Druck. Dadurch wird der Zahnbelag nicht effektiv entfernt und die Zähne auf Dauer beschädigt. Dagegen eignet sich die sogenannte Rütteltechnik sehr gut zur schonenden Reinigung der Zähne. Dazu die Bürste im 45 Grad Winkel am Zahnfleischrand aufsetzen und leicht rütteln.

Für eine gelungene Zahnpflege braucht man zwei Dinge: Zeit und das Wissen, wie’s richtig geht. Out sind heftiges Querschrubben und seitliches auf und ab bürsten mit zu viel Druck. Dadurch wird der Zahnbelag nicht effektiv entfernt und die Zähne auf Dauer beschädigt. Dagegen eignet sich die sogenannte Rütteltechnik sehr gut zur schonenden Reinigung der Zähne. Dazu die Bürste im 45 Grad Winkel am Zahnfleischrand aufsetzen und leicht rütteln.

Zahnputztechnik nach Charters:

Die Methode nach Charters ist mehr eine Technik der Zahnfleischmassage, als eine effektive Zahnputztechnik. Hier werden die Borsten in einem Winkel von 45° zur Zahnachse ausgerichtet. Die Borsten zeigen dabei Richtung Zahnkrone. Danach wird die Bürste mit kleinen kreisenden Bewegungen von der Kaufläche zum Zahnfleisch abgerollt. Dabei ergibt sich eine intensive Massage des Zahnfleisches. Wie bei allen Zahnputztechniken werden auch hier systematisch alle Außenflächen und Innenflächen der Oberkieferzähne, alle Außenflächen und Innenflächen der Unterkieferzähne und alle Kauflächen gereinigt. Der Zahnzwischenraum wird bei dieser Methode kaum gereinigt.

Zahnputztechnik nach Stillman:

Bei der Methode nach Stillman wird die Zahnbürste in einem Winkel von 45° am Zahnfleisch angelegt. Mit leichtem Rütteln Wird die Bürste zur Kaufläche hin abgerollt. Die Abrollbewegung endet, wenn die Borsten im rechten Winkel zur Kaufläche stehen. Bei dieser Technik reinigt man zunächst die Außenflächen der Backenzähne von einer Seite über die Frontzähne bis zur anderen Seite. Dies wird erst im Oberkiefer, dann im Unterkiefer durchgeführt. Auf den Innenflächen der Zähne wendet man genau dieselbe Technik an. Nur auf den Kauflächen kann wieder mit einer schrubbenden Bewegung gereinigt werden. Der Zahnzwischenraum wird bei dieser Methode nur ungenügend gereinigt.

Zahnputztechnik nach Fones:

Diese Putztechnik ist leicht zu erlernen, und ist daher besonders für Kinder und Jugendliche zu empfehlen. Auch Patienten mit Bewegungseinschränkungen an den Händen profitieren von dieser Putztechnik, die auch als KAI-Technik bezeichnet wird. Der Name zeigt die Reihenfolge der Putzabläufe an Kauflächen, Außenflächen und Innenflächen. Die Kauflächen werden durch schrubbende Bewegungen bei weit geöffnetem Mund gereinigt. Zur Reinigung der Außenfläche, werden die Zähne aufeinander gestellt. Die Borsten stehen senkrecht auf den Außenflächen der Zahnreihe. Nun wird mit weiten, kreisenden Bewegungen die Bürste von den linken Backenzähnen über die Front zu den rechten Backenzähnen geführt. Bei weit geöffnetem Mund werden die Innenseiten der Zähne durch Abstreifen der Bürste von Rot nach weiß geputzt. Dies geschieht bei den Innenflächen der Backenzähne im Oberkiefer und Unterkiefer. Zum Schluss werden die Innenflächen der Frontzähne mit senkrecht stehender Bürste gereinigt. Auch bei dieser Methode ist die Reinigung des Zahnzwischenraumes nicht sehr gründlich.

Vertikale Rot nach Weiß Methode:

Hier stehen die Zähne während des Putzens der Außenflächen der Oberkiefer- und Unterkieferzähne im Schneidekantenkontakt. Die Bürste wird senkrecht angesetzt und vom Zahnfleisch zur Zahnfläche geführt (Rot-Weiß). Die Innenflächen der Zähne werden mit Auswischbewegungen vom Zahnfleisch zum Zahn ausgereinigt. Die Kauflächen werden durch schrubbende Bürstenbewegungen gereinigt. Auch hier ist ein systematisches Vorgehen notwendig um alle Zähne zu erreichen. Diese Putztechnik eignet sich vor allem gut für den Gebrauch elektrischer Zahnbürsten. Diese Reinigungsmethode ist sehr einfach zu erlernen, jedoch werden auch hierbei die Zahnzwischenräume nur ungenügend gereinigt.

Horizontale Schrubbmethode:

Bei der horizontalen Schrubbmethode werden die Borsten senkrecht auf die Zahnflächen gedrückt und hin und her geschrubbt. Dies geschieht auf den Außenflächen, den Innenflächen und den Kauflächen. Aufgrund der geringen Putzleistung, ist diese Technik nur als Einstieg in das regelmäßige Zähneputzen zu gebrauchen.

Die Solo-Technik nach J. Sedelmayer:

Diese Zahnputztechnik verzichtet komplett auf eine übliche Zahnbürste. Da man weiß, dass die Glattflächen der Zähne durch Zunge und Wangen einer permanenten Säuberung unterliegen, konzentriert sich die Solo-Technik auf das Wesentliche. Gefährliche Beläge finden sich im Zahnfleischsaum entlang des Zahnhalses, und in den Zahnzwischenräumen. Genau da setzt die Solo-Technik an. Der Zahnfleischsaum wird durch die Einbüschelbürste gereinigt. Dies geschieht indem man den anatomischen Formen mit der Bürste folgt. Man beginnt rechts an den Außenflächen der Oberkieferzähne und fährt mit der Bürste den Zahnfleischsaum und die Einziehungen zwischen den Zähnen ab, bis man links an den Außenflächen der Oberkieferzähne ankommt. Genauso putzt man die Innenflächen der Oberkieferzähne nun von links nach rechts. Danach werden nach der gleichen Methode die Zähne des Unterkiefers gereinigt. Auch die Grübchen der Kauflächen werden nach der gleichen Methode gereinigt. Zudem gehört es als fester Bestandteil zu dieser Technik, dass die Zahnzwischenräume mit Zahnzwischenraumbürstchen (Interdentalbürstchen) gereinigt werden. Hierbei geht man mit dem Zahnzwischenraumbürstchen zunächst bei der oberen Zahnreihe von rechts nach links durch jeden Zahnzwischenraum. Danach wird nach demselben Schema die untere Zahnreihe gereinigt. Diese Technik ist aufwendig zu erlernen. Sie bietet ein sehr gutes Putzergebnis. Zum erlernen dieser Technik ist es sinnvoll sich von Profis unterweisen zu lassen. Wie zum Beispiel bei der regelmäßigen professionellen Zahnreinigung.

Zahnzwischenraumpflege:

 

Im Mund gibt es schwer erreichbarer Stellen. Die Rede ist von Zahnzwischenräumen und Zahnfleischtaschen. Die Zahnbürste reinigt nur etwa 70 Prozent der Zahnoberfläche, der Rest liegt im Verborgenen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Zahnzwischenraumpflege. Darunter Zahnseide und Interdentalbürstchen (Zahnzwischenraumbürstchen), aber auch elektrische Reinigungsmittel wie das Air-Floss. Im Folgenden wird beschrieben, wie diese Mittel funktionieren.

Zahnseide:

Die Zahnseide ist ein Faden der gewachst oder ungewachst sein kann. Die Zahnseide wird von der Kaufläche (Seitenzahn) oder Schneidekante (Frontzahn) aus in den Zahnzwischenraum eingefädelt. Dort wird sie im gespannten Zustand nach oben und unten geschoben. Dabei werden die Beläge in den Zahnzwischenräumen abgewischt. Die Zahnzwischenräume der Seitenzähne können Einziehungen aufweisen. Hier versagt die Reinigungswirkung der Zahnseide.

Für enge Zwischenräume bleibt die Zahnseide die beste Reinigungshilfe, die bei korrekter Anwendung und ohne Verletzungen des Zahnfleisches eine optimale Plaqueentfernung erreicht. Gewachste Zahnseide gleitet leichter in die Zwischenräume und über raue Stellen hinweg. Sie wird für Anfänger gerne empfohlen. Ungewachste besitzt eine bessere Reinigungswirkung und hat Vorteile bei der Anwendung von Fluoriden. Inzwischen sind jedoch viele Spezialzahnseiden erhältlich wie etwa mit besonderen Gleiteigenschaften oder breiteren, flauschigen Anteilen bzw. Einfädelhilfen für Brücken.

Für enge Zwischenräume bleibt die Zahnseide die beste Reinigungshilfe, die bei korrekter Anwendung und ohne Verletzungen des Zahnfleisches eine optimale Plaqueentfernung erreicht. Gewachste Zahnseide gleitet leichter in die Zwischenräume und über raue Stellen hinweg. Sie wird für Anfänger gerne empfohlen. Ungewachste besitzt eine bessere Reinigungswirkung und hat Vorteile bei der Anwendung von Fluoriden. Inzwischen sind jedoch viele Spezialzahnseiden erhältlich wie etwa mit besonderen Gleiteigenschaften oder breiteren, flauschigen Anteilen bzw. Einfädelhilfen für Brücken.

Für enge Zwischenräume bleibt die Zahnseide die beste Reinigungshilfe, die bei korrekter Anwendung und ohne Verletzungen des Zahnfleisches eine optimale Plaqueentfernung erreicht. Gewachste Zahnseide gleitet leichter in die Zwischenräume und über raue Stellen hinweg. Sie wird für Anfänger gerne empfohlen. Ungewachste besitzt eine bessere Reinigungswirkung und hat Vorteile bei der Anwendung von Fluoriden. Inzwischen sind jedoch viele Spezialzahnseiden erhältlich wie etwa mit besonderen Gleiteigenschaften oder breiteren, flauschigen Anteilen bzw. Einfädelhilfen für Brücken.

Interdentalbürstchen:

Interdentalbürstchen sind wie Flaschenbürsten im Miniformat die es in verschiedenen Dicken gibt. Diese können in die Zahnzwischenräume geschoben werden. Dabei werden die Zwischenräume sehr effektiv gereinigt. Wichtig ist es festlegen zu lassen, welche Dicken man für die Zahnzwischenräume braucht, damit die Bürstchen ihre volle Reinigungskraft entfalten können. Je nach Zustand der Zähne und des Zahnfleisches, können auch verschiedene Dicken an Bürstchen, pro Zahnreihe benötigt werden. Die Bürste wird im Interdentalraum hin und her geschoben. Dabei werden die Beläge gründlich entfernt. Auch Einziehungen werden bei der richtigen Bürstengröße sehr gut gereinigt. Man geht mit der Bürste von Zahnzwischenraum zu Zahnzwischenraum. Am besten fängt man links oben an und reinigt bis rechts oben die Zahnzwischenräume aus. Hierbei wird die Bürste nur von der Außenfläche der Zahnzwischenräume aus eingeschoben. Dies ist für die Reinigungswirkung völlig ausreichend. Danach werden nach derselben Methode die Unterkieferzähne gereinigt. Diese Putztechnik bedarf einiger Übung und auch gute Beratung durch einen Fachmann.

Air-Floss:

AirFloss_LifestyleEine weitere Möglichkeit der Zahnzwischenraumreinigung stellt das Air-Floss dar. Hier werden unter hohem Druck kleine Tröpfchen aus Luft, Wasser oder Mundspüllösung mit ca. 70 km/h in den Zahnzwischenraum gepresst. Der Vorgang dauert 0,3 Sekunden. Dabei wird der weiche Zahnbelag abgetragen. Man führt die spitze Düse in den Zahnzwischenraum und startet das Air-Floss mit einem Knopfdruck. Diesen Vorgang wiederholt man im Oberkiefer und im Unterkiefer bis alle Zahnzwischenräume gereinigt sind.

Zahnputztechniken bei elektrischen Zahnbürsten:

Bei der elektrischen Zahnbürste kommt es bei der Putztechnik auf den Bürstentyp an der verwendet wird.

Elektrische Zahnbürsten mit oszillierenden Bewegungen werden nur an den Zahn gehalten. Dies geschieht systematisch von Zahnfläche zu Zahnfläche. Gereinigt werden die Oberkieferzähne außen sowie innen und die Unterkieferzähne sowohl außen als auch innen. Zum Schluss werden die Kauflächen durch langsames schrubben gesäubert. Alternativ kann auch die bei der Handputztechnik erwähnte Rot-Weiß-Technik verwendet werden.

Elektrische Zahnbürsten mit schwingenden Bewegungen können auch wie die oszillierende Variante, einfach an den Zahn gehalten werden. Auch sie verrichten die Putzarbeit selbstständig. Alternativ lässt sich wieder die Rot-Weiß-Technik zur Handhabung der elektrischen Zahnbürste verwenden. Die Systematik folgt dem gleichen Schema. Oberkiefer innen und außen, Unterkiefer innen und außen und die Kauflächen oben wie unten.

Elektrische Zahnbürsten mit Schallantrieb arbeiten mit Vibrationsbewegungen. Für diesen Zahnbürstentyp eignet sich als Zahnputztechnik am besten die Rot-Weiß-Technik. Auch hier folgt die Zahnputzsystematik dem bekannten Schema, Oberkiefer innen und außen, Unterkiefer innen und außen und Kauflächen oben wie unten.

Ob man sich für eine Handzahnbürste oder eine elektrische Zahnbürste entscheidet ist zunächst nicht wichtig. Sowohl mit der Hand als auch elektrisch, lassen sich gute Ergebnisse erreichen. Der Unterschied liegt im Aufwand und in der Putztechnik. Bei der Handzahnbürste ist die modifizierte Bass-Technik zu bevorzugen, die jedoch schwer erlernbar und handzuhaben ist. Bei der elektrischen Zahnbürste reicht es einfach die Borsten an den Zahn zu halten. Noch besser ist es die Rot-Weiß-Technik zu verwenden, die einfach zu erlernen ist. Wichtig ist es insbesondere die Pflege der Zahnzwischenräume nicht zu vergessen, da genau diese Zone von der Zahnbürste, egal ob von Hand oder elektrisch, nicht erreicht wird.

Die PZR – Großputz im Mundraum

Die Entstehung von Karies, und Erkrankungen des Zahnhalteapparates, werden von Bakterien ausgelöst die sich in unserer Mundhöhle zu einem Biofilm formieren. Geschützt von diesem vollbringen sie ihr schädigendes Werk. Unser Körper verteidigt sich mit verschiedenen Mechanismen. Er mineralisiert die Zähne durch den Speichel und bekämpft die Erreger durch das Immunsystem. Durch Abschilfern sorgt er dafür, dass die Bakterien auf den Weichgeweben immer wieder abgetragen werden. Werden die Bakterien zu viel, sind diese klar im Vorteil. Dies führt wiederum zu den oben genannten Erkrankungen. Durch die professionelle Zahnreinigung (PZR) wird der Biofilm entfernt, so dass die körpereigenen Schutzmechanismen funktionieren können.

Das Air-Flow-System (Synonym: Pulverstrahltechnik) ist ein Verfahren zur professionellen Zahnreinigung (PZR), mit dem durch ein Pulver-Wasser-Luftgemisch dem Zahn aufgelagerte harte Verfärbungen und mikrobielle weiche Zahnbeläge schonend und an für die häusliche Zahnpflege unzugänglichen Stellen entfernt werden können.Zwei bis drei Tage nach einer gründlichen Belagsentfernung, bildet sich auf den Zähnen ein neuer Biofilm, der Plaque. In diesem Biofilm wimmeln Milliarden von Bakterien, die alle ihre Stoffwechselprodukte auf unsere Zähne ausscheiden. Dabei handelt es sich um Säuren und Gifte. Diese führen zu Karies, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Zahnbettentzündungen (Parodontitis). Da es äußerst schwierig ist, trotz gründlichem Zähneputzens, alle Beläge in den Zahnzwischenräumen und Nischen zu beseitigen, ist es wichtig diese Beläge regelmäßig professionell entfernen zu lassen. Die Fachkraft hat einen besseren Blickwinkel und durch die gute Beleuchtung eine bessere Sicht, als man zuhause am Spiegel hat. Der Putzvorgang ist schwierig, da bei Backenzähnen 5 Flächen und bei Frontzähnen 4 Flächen perfekt gereinigt werden müssen. Gerade bei älteren Patienten mit langen Zahnhälsen oder eingeschränkter Fingerfertigkeit und bei Trägern kieferorthopädischer Arbeiten, ist dies geradezu unmöglich, und daher die PZR ein wichtiger Schritt um Schädigungen durch den Biofilm vorzubeugen. Als Vorbeugungsmaßnahme, sollte sie alle sechs bis zwölf Monate durchgeführt werden. Bei sehr großer Kariesanfälligkeit oder einer bereits bestehenden Schädigung des Zahnhalteapparates, empfiehlt es sich die PZR alle drei bis vier Monate durchzuführen. Auch nach einer erfolgten Behandlung des Zahnhalteapparates, sollte die professionelle Zahnreinigung, als unterstützende Parodontaltherapie (UPT) anfangs alle drei Monate durchgeführt werden. Nach ungefähr zwei Jahren wird dann die Häufigkeit der Reinigungen, individuell der Mundsituation angepasst. Professor Per Axelsson aus Göteborg hat mit einer Studie über einen Zeitraum von 30 Jahren gezeigt, dass durch die regelmäßige professionelle Zahnreinigung das Risiko an Karies oder Zahnbettentzündung zu erkranken, langfristig gesenkt werden kann. Dies geschieht zur Unterstützung der häuslichen Mundhygienemaßnahmen, und nicht etwa zum Ersatz. Um einen guten vorbeugenden Effekt zu haben, besteht eine professionelle Zahnreinigung aus mehreren Schritten. Feste und weiche Zahnbeläge unterhalb und oberhalb des Zahnfleischsaumes müssen vollständig von der Zahnhartsubstanz entfernt werden. Dies geschieht mit Handinstrumenten (Scaler), Schleifpapierstreifen, rotierende Bürstchen, Zahnseide, Ultraschallgeräten, Interdentalbürstchen und Pulverstrahlgeräten. Nach der Reinigung mit dem Pulverstrahlgerät, werden die Zähne mit kleinen Gummikelchen oder rotierenden Bürstchen und Prophylaxepasten poliert. Zum Abschluss werden die Zahnoberflächen mit Fluoridlack behandelt. Zudem gehört eine umfangreiche Aufklärung über die Möglichkeiten der häuslichen Mundhygiene und eine Einweisung in die speziellen, auf den Patienten abgestimmten Putzmedien, zu einer guten professionellen Zahnreinigung. Durch das Pulverstrahlgerät wird ein erwärmtes Gemisch aus Luft, Wasser und Reinigungssalz auf die Zähne geblasen. Dabei werden alle Beläge aus dem Zahnzwischenräumen und Furchen (Fissuren) entfernt. Als Salze kommen Natriumhydrogencarbonat, Glykokoll und Erythrit zum Einsatz. Als erstes Reinigungssalz wurde Natriumhydrogencarbonat in Zahnarztpraxen eingesetzt. Diese auch unter der Bezeichnung Backpulver bekannte Substanz ist sehr abrassiv (abreibend), und hat eine sehr gute Reinigungswirkung. Ihr Nachteil ist, dass es auch zu einem Abrieb des Zahnschmelzes kommt, und daher eine Anwendung öfter als einmal im Jahr nicht zu empfehlen ist. Damit wird der Verlust an Zahnschmelz möglichst gering gehalten. Bei der Verwendung von Glykokoll oder Erythrit entfällt das Problem des Abriebes. Diese Pulver können häufig verwendet werden, ohne einen nennenswerten Abtrag von Zahnmaterial. Erythrit findet vor allem in der Reinigung tiefer Taschen Verwendung, da dieses sich auflöst. Dadurch bleiben keine Reste in den Taschen zurück. Sowohl Natriumhydrogencarbonat, als auch Glykokoll und Erythrit kommen auf natürliche Weise in unserer Ernährung und in unserem Stoffwechsel vor und sind daher nicht schädlich. Die Kosten für eine PZR belaufen sich auf ungefähr 50 bis 150 Euro je nach Anzahl der Zähne und dem Reinigungsaufwand. Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) sieht für einen durchschnittlichen Aufwand (2,3-facher Satz) einen Preis von 3,62 Euro pro Zahn vor. Auf der Homepage der AOK (https://www.aok.de/baden-wuerttemberg/gesundheit/professionelle-zahnreinigung-208326.php) findet man weitere Informationen zur PZR und Preisen. Kritische Stimmen zur professionellen Zahnreinigung kamen vom medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen. Ein Fachjournalist des medizinischen Dienstes, stellte die Wirksamkeit der PZR in Frage. Diese Ansicht wurde von den meisten Krankenkassen nicht geteilt wie man auf der oben genannten Homepage der AOK erkennen kann. Die bei der PZR übliche Fluoridierung hilft erste Entminerialisierungen an den Zähnen zu reparieren. Dazu muss jedoch ständig eine bestimmte Menge Fluorid zugeführt werden. Dies geschieht durch die tägliche Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasten. Da man davon ausgeht, dass 80 Prozent aller Erwachsenen eine leichte Form der Zahnbettentzündung haben, und es bei bis zu 20 Prozent zu einer schweren Form kommt ist die PZR als Vorbeugung eine besonders wichtige Maßnahme. Zahnbettentzündungen entstehen durch Biofilm. Gut zu erkennen ist dieser hinter den unteren Frontzähnen und teilweise an den oberen Backenzähnen, weil sich hier die Ausgänge der Speicheldrüsen befinden. Der weiche Biofilm wird durch den frischen Speichel mineralisiert und wird zu Zahnstein. Durch kleine Wunden, können die Bakterien des Biofilmes in die Blutbahn verschleppt werden. Es gibt viele Anhaltspunkte, dass diese an der Entstehung von Herzinfarkt und Schlaganfall beteiligt sind. Die Wiederholungen der PZR richten sich nach dem Bedarf.
• Nur zur Vorbeugung zweimal Jährlich
• In der Schwangerschaft dreimal jährlich
• Bei vorhandener Zahnbetterkrankung viermal jährlich
Bei der Zahnbettentzündung geht Knochen, Kollagen und der Zahnhalteapparat (Attachement) verloren. Unbehandelt führt die Erkrankung im Laufe von Jahren zum Zahnverlust. Der Grund der Entzündung liegt am auf unseren Zähnen anhaftenden Biofilm. Ungefähr 37 Grad Celsius, ein großes Nährstoffangebot und Feuchtigkeit geben die besten Voraussetzungen für ein enormes Wachstum der Bakterienmenge. Unter diesen Bedingungen können die Bakterien alle 30 Minuten ihre Anzahl verdoppeln. Bereits nach drei Monaten wächst der Biofilm derart an, dass er uns gefährlich werden kann. Dabei sind nicht die Bakterien selber schädlich, sondern ihre Ausscheidungen. Diese sind stark ätzend und giftig und können starke Immunreaktionen auslösen. Hilfe leistet die mechanische Entfernung des Biofilmes durch die professionelle Zahnreinigung und der Behandlung des Zahnhalteapparates. Zudem kann chemisch die Entwicklung des Biofilmes durch Chlorhexidin gehemmt werden. Da Produkte mit Chlorhexidin auch Nebenwirkungen haben, ist von einer dauerhaften Anwendung abzuraten. Auch bei Implantaten ist die professionelle Zahnreinigung unverzichtbar. Die Periimplantitis, einer Entzündung des Knochens um das Implantat, wird von demselben Biofilm ausgelöst wie auch die Entzündung des Zahnhalteapparates. Bei Patienten mit unbehandelter Zahnbettentzündung sind daher auch die Implantate gefährdet. Letztendlich führt eine Periimplantitis zum Verlust des Implantates. Die meisten Implantate gehen bereits im ersten Jahr nach dem Einsetzen verloren. Dies ist ein großes Argument für die regelmäßige, vierteljährliche PZR. Je nach Mundsituation, kann die Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt auf vier oder sechs Monate ausgedehnt werden.
Die professionelle Zahnreinigung ist eine nützliche und effiziente Methode die Zähne, das Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat gesund zu erhalten. Auch bei der häuslichen Mundhygiene leistet die PZR durch individuelle, regelmäßige Anleitung einen großen Beitrag. Die zur Reinigung gehörende Fluoridierung rundet das Vorsorgepacket ab. Langfristig gesehen spart die PZR auch Geld, da die teuerste PZR immer noch bedeutend günstiger ist als die billigste Brücke. Letztendlich sind eigene Zähne durch nichts zu ersetzen.

Biofilm – der Anfang allen Übels

Haben Sie sich nicht auch schon gefragt, warum Sie denn so viele Füllungen, Kronen und andere Reparaturmaßnahmen im Mund haben? Sie gehen regelmäßig zum Zahnarzt, und trotzdem gibt es immer wieder eine neue Karies, Zahnfleischbluten und andere Probleme. Der Grund liegt im System. Wir betreiben in unserem Land, eine sehr hochwertige Reparaturmedizin. Dies bedeutet, Schäden werden repariert, und dies mit sehr hohem Standard, die Ursache bleibt bestehen. Diese Ursache ist ein bakterieller Belag, der so genannte Biofilm.

Schon Minuten nach dem Zähneputzen entsteht erneut ein sogenanntes Schmelzoberhäutchen auf der Zahnoberfläche, Fachbegriff Pellikel. An dieses Schmelzoberhäutchen heften sich in der Folge Bakterien an. Über Stunden und Tage wird die Bakterienschicht immer dicker, bis schließlich mit bloßem Auge eine Belagschicht zu erkennen ist. Fachleute sprechen in diesem Stadium von reifer Plaque bzw. von einem Biofilm. Eine Vorstife des Karies.Der Biofilm ist eine Gemeinschaft von Mikroorganismen. Um sich einen Biofilm vorstellen zu können, hilft es ein Beispiel aus der Natur heranzuziehen. Die schleimige Schicht, die man auf Steinen in Flüssen und Bächen findet, ist nichts anderes als ein Biofilm. In der Natur finden sich überall Biofilme. Nicht alle sind schlecht. Sie werden für die Reinigung unserer Abwässer in Kläranlagen verwendet und reinigen in Aquarienfiltern das Wasser. In unserem Darm gibt es mehr Mikroorganismen als Darmzellen, die maßgeblich an unserer Verdauung beteiligt sind. Auch die Bakterien unserer Mundhöhle sind an sich nicht schädlich. Sie besiedeln unsere Schleimhäute und schützen uns vor fremden Erregern. Auf der Schleimhaut direkt können sich keine großen Biofilme ansiedeln, da diese abschilfern. Auf diese Weise wird die Anzahl der Bakterien immer wieder von alleine verkleinert. Auf den Zähnen ist die Situation ganz anders. Die Zähne schilfern nicht ab. Daher bleibt der Biofilm auf ihnen und kann größer und größer werden.

Wie baut sich dieser Biofilm auf?

Damit sich ein Biofilm bildet, benötigen die Bakterien eine Fläche, Wasser und Nährstoffe. Es gibt Bakterien, die sich wie Siedler auf den Zähnen anheften. Sie bauen eine dreidimensionale Struktur auf, in die sie sich zurückziehen können. Diese Struktur (Matrix) besteht vereinfacht gesagt aus Wasser, Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten. Der gesamte Biofilm besteht nur zu 15-20% aus Bakterien. Der Rest wird aus der Struktur (Matrix) des Biofilmes geformt. In diesen Biofilm lassen sich ganze Gruppen von Mikroorganismen als Bakterienfamilien nieder. Dabei bietet der Biofilm den Bakterien mechanischen Schutz und stabile Lebensbedingungen. Es bildet sich eine Bakterienstadt, mit einer vollständigen Infrastruktur. Stoffwechselprodukte der Mikroorganismen finden sich im Biofilm wieder. Darunter auch Stickstoff, Kohlendioxyd und Methan.

Welche Vorteile hat der Biofilm für die Bakterien?

Gegen Bakterien in Biofilmen sind Antibiotika häufig machtlos. Der Biofilm stellt für das Antibiotikum ein mechanisches Hindernis dar. Zusätzlich herrscht im Biofilm ein anderer pH-Wert als es Antibiotika für die Entfaltung ihrer Wirkung benötigen. Dadurch haben Bakterien im Biofilm eine 1000-1500fach höhere Resistenz gegenüber Antibiotika als alleinige Bakterien. In Zeiten der Nahrungsknappheit dient der Biofilm für die Bakterien als Nahrungs- und Wasserspeicher, den sie verstoffwechseln können. Der Biofilm dient auch als Schutzwall gegen giftige Substanzen, gleichzeitig bietet er die Möglichkeit, Nährstoffe, Gene und Botenstoffe auszutauschen. Die Bakterien haben die Möglichkeit Informationen im Biofilm auszutauschen. Diese sehr einfache Form der Kommunikation funktioniert über Botenstoffe. Auch Erbinformationen können auf diesem Wege weitergereicht werden. Dies sichert den Bestand des Biofilmes, und erhöht die Resistenzbildung. Der Biofilm enthält Kanälchen, durch die Nährstoffe zugeführt, und Ausscheidungsprodukte abgeführt werden können.

Welche Bedeutung haben Biofilme für den Menschen?

Beim Säugling beginnt die Besiedelung der Mundhöhle mit Bakterien durch das Einatmen von Luft und die Aufnahme von Nahrung. Durch das Ablecken von Löffeln durch die Eltern, kommt es auch zur Übertragung von Kariesbakterien. Die Besiedelung dient dem Körper als erste Barriere gegenüber eindringenden schädlichen Keimen in das Körperinnere. Von Mensch zu Mensch ist die Zusammensetzung der Mundflora sehr unterschiedlich. Von den reifen Biofilmen an den Zähnen können sich Biofilmbruchstücke als Flocken ablösen, die an anderen Zähnen hängen bleiben und sich dort ansiedeln. Die Zahnzwischenräume sind Nischen in welche sich solche Flocken gerne einnisten. Teile des Biofilmes können abreißen, was zur Verschleppung des Biofilmes führt. Gelangen solche Flocken in die Blutbahn, kann dies ernste Folgen nach sich ziehen. Beim Menschen finden sich Biofilme auf der Haut, in der Mundhöhle, im Urogenitalbereich und im Magen-Darm-Trakt. Zusammengezählt tragen wir ungefähr 1,5 Kg Bakterien mit uns herum. Unser Immunsystem benötigt in den ersten Lebensjahren unschädliche Keime um reifen zu können. Diese werden so zu sagen zu Übungsobjekten für unser Immunsystem. Ebenso brauchen wir die Bakterien bei der Verdauung. Gerne nisten sich Biofilme auf Prothesen, Implantaten und Kathetern ein, was sehr unangenehm oder gar lebensbedrohend werden kann. Da es auf Grund der Biofilme zu immer mehr Resistenzen gegen Antibiotika kommt, häufen sich die Komplikationen und treten immer häufiger Probleme mit Keimen auf, die uns eigentlich ansonsten nicht gefährlich wären.

Was kann man gegen die Biofilme tun?

Es gibt viele Möglichkeiten Biofilme zu bekämpfen. Zum Beispiel weiß man heute, dass Legionellen in Biofilmen Gifte produzieren, welche beim Einatmen sehr stark gesundheitsschädlich sind und sogar zum Tode führen können. Daher werden Wasserboiler auf einer Temperatur von mindestens 60° Celsius gehalten, um keine Entwicklung von Legionellen zuzulassen. In der Mundhöhle gibt es mehrere Strategien, um gegen Biofilme vorzugehen. Zunächst gibt es die mechanischen Mundhygienemaßnahmen, wie die häusliche Zahnpflege der professionellen Zahnreinigung und der Entfernung von Zahnstein mit Ultraschall. Zusätzlich gibt es noch die chemischen Maßnahmen um die Bakterien des Belages zu schädigen. Diese sind das Chlorhexidin, Aminfluorid und Zinnfluorid und ätherische Öle. Chemische Maßnahmen machen nur dann einen Sinn, wenn der Biofilm größtenteils entfernt ist und die Wirkstoffe auf dünne Schichten von restlichem Biofilm einwirken können. Die Chemikalien bewirken dort eine Störung der Stoffwechselvorgänge der Bakterien, oder töten die Mikroorganismen durch das Zerstören ihrer Zellwände.

Ein Ausblick in die mögliche Zukunft:

Es gibt Ansätze in der Forschung, in denen versucht wird die Kommunikation durch Botenstoffe zu unterbinden, so dass sich die Bakterien nicht mehr anpassen, und keine Resistenzen mehr weitergeben können. Ein weiterer Ansatz ist, die Zähne mit abschilfernden Substanzen zu lackieren, die einen so genannten Lotus-Effekt bewirken, um den Biofilm am Anlagern an der Zahnsubstanz zu hindern.

Biofilme umgeben uns überall in unserem Leben. Nicht alle Biofilme sind schädlich, doch viele können sich zu einer ernsten Bedrohung für unsere Gesundheit entwickeln. Gerade im Mund versucht man mit verschiedenen Ansätzen den Biofilmen zu begegnen. Bei allen Ansätzen gilt jedoch, dass jedes noch so gute Medikament, nur die Oberfläche des Biofilmes erreicht. Die Bakterien im Zentrum bleiben meist unversehrt. Daher ist es unerlässlich den Belag immer wieder mechanisch zu zerstören, wie dies bei der professionellen Zahnreinigung geschieht. Die Bakterien sind in der Lage den zerstörten Biofilm immer wieder erneut aufzubauen. Daher werden heute Intervalle zwischen 2 bis 4 professionelle Zahnreinigungen empfohlen. Nur auf diese Weise lässt sich verhindern, dass die Dichte der Bakterien keine schädlichen Dimensionen annimmt.